Nach einer IVF-Behandlung können mehr Embryonen erzeugt werden, als vernünftigerweise in die Gebärmutter der Frau übertragen werden. In etwa 25% der IVF-Zyklen besitzen die restlichen Embryonen eine ausreichende Qualität um für eine zukünftige Nutzung eingefroren und gelagert zu werden. Die Paare haben somit die Möglichkeit einen zusätzlichen Embryotransfer ohne den Aufwand eines vollständigen IVF-Zyklus.
In diesen Fällen wird das Verfahren der Kryokonservierung angewandt. Die Embryonen werden in einer Lösung eines speziellen Gefrierschutzmittel unter kontrollierten Bedingungen tiefgefroren. Dann können die Embryonen für bis zu mindestens fünf Jahre in flüssigem Stickstoff bei niedriger Temperatur (-196 Grad C) gelagert werden. Es ist ein erheblicher Aufwand nötig um die Möglichkeit eines Schadens durch das ganze Verfahren zu minimieren.
Die Embryonen können in jeder Phase zwischen Tag 1 (2PN Phase) und dem 6. Tag (Blastozystenstadium) nach Eizellentnahme eingefroren werden. Nur qualitativ hochwertige Embryonen werden kryokonserviert. Nur in diesen Fällen ist die Wahrscheinlichkeit groß genug, dass sie den Auftau-Prozess überleben und in der Lage sind zu einer Schwangerschaft zu führen. Je nach Stadium der Embryo zum Zeitpunkt des Einfrierens, überleben zwischen 60-90% den Gefrier- und den Auftau-Prozess und führen zu einer Schwangerschaft. Eingefrorene Embryonen werden entweder während eines natürlichen Menstruationszyklus oder eines hormonell gesteuerten Zyklus in die die Gebärmutter übertragen.
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